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  • Der Königssee
 
Königssee

Umrahmt von hohen Felswänden ist der smaragdgrüne Königssee bei Berchtesgaden mit seiner herrlichen Ruhe und in seiner Unberührtheit ein Glanzpunkt der bayerischen Alpen.

Der See wurde erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt als "Chunigesee". Dieser Name leitete sich wahrscheinlich vom damaligen Landbesitzer Chuniger ab.

Zu jeder Jahreszeit bietet der Königssee etwas Besonderes, so im Frühjahr den Anblick herrlicher Wasserfälle, sattgrüner Kontrast zu kargen Felsen im Sommer, im Herbst die einzigartige Farbenpracht des Waldes und im Winter nicht selten eine traumhafte Schneelandschaft. Wer den Königssee kennt, wird ihm ohne Zögern eine Sonderstellung unter den bayerischen Seen einräumen. Um die Schönheit des Sees und die ihn umgebende herrliche Gebirgslandschaft durch großräumigen Naturschutz zu erhalten, errichtete die Bayerische Staatsregierung 1978 den Nationalpark Berchtesgaden, dessen Herz der Königssee ist.

Der Freistaat Bayern entschloß sich 1987, die Abwässer von St. Bartholomä und Salet aus Gründen des Natur- und Gewässerschutzes durch eine seeverlegte Abwasserleitung in die Kanalisation der Gemeinde Schönau einzuleiten.

Die mit einem Kostenaufwand von 1,86 Millionen DM errichtete Abwasseranlage wurde im Jahre 1989 fertiggestellt.

Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Reinhaltung des Königssees und damit zum Schutz und zur Erhaltung der Natur im Bereich des Nationalparks Berchtesgaden.

Trotz der vielen Besucher bleibt der Königssee damit der mit Abstand sauberste See Deutschlands.

Der rund 5 km² große Königssee ist etwa 8 km lang und bis zu 1,2 km breit. Seine größte Tiefe erreicht er mit 190 m. Beherrscht wird der Königssee vom Watzmann mit seiner 1800 m hoch aufragenden Ostwand, der höchsten Wand der Ostalpen.

Königssee1

Zwischen Watzmann im Westen und Jenner sowie Gotzenberg im Osten füllt der Königssee das Tal zwischen den Bergen vollständig aus. Vom Ort Königssee aus führt ein gut ausgebauter Fußweg zum "Malerwinkel". Von hier aus eröffnet sich ein bezaubernder Blick über den See mit der Schönfeldspitze und dem Gebirgsmassiv "Steinernes Meer" als südlichem Abschluß.

Königssee2

Entstanden ist der Königssee in einer bereits vor der Eiszeit gebildeten Senke, die dann durch die mächtigen Eisströme noch weiter vertieft wurde. Als die Gletscher zurückgingen, sammelten sich in dem Tal die Schmelzwasser.

Landschaftliche Höhepunkte des Königsseegebietes sind St. Bartholomä mit der dahinter aufsteigenden Watzmann-Ostwand und der im Talschluß zwischen hohen Felswänden eingebettete und durch Felsschutt vom Königssee abgetrennte Obersee.

Wegen der großen Seetiefe setzt die Eisbildung am Königssee- wenn überhaupt- verhältnismäßig spät ein.

Eine geschlossene tragfähige Eisdecke bildet sich nur alle paar Jahre. Sie übt dann eine entsprechend starke Faszination aus, so daß an manchem schönen Wintertag bis zu 10 000 Personen über die Eisdecke nach St. Bartholomä wandern.

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